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Waffenrecht

Waffenrecht ist eine spezielle Materie, die gesetzlich kompliziert geregelt ist.

Man unterscheidet das Führen der Waffe (man trägt die Waffe bei sich) und das Besitzen der Waffe (die Waffe befindet sich im Besitz in einem befriedeten Besitztum). Grundsätzlich dürfen Berufswaffenträger Schusswaffen führen sowie Jäger (aber nur zu Jagdzwecken).

Nach den Verschärfungen des Waffenrechts gelten strenge Regeln für die sichere Aufbewahrung und die Erlaubnis. Es gibt Kontrollen. Die Kontrolleure dürfen die Wohnung ohne Zustimmung zwar nicht betreten. Wenn es ihnen aber verwehrt wird, können sie daraus ihre Schlüsse ziehen. Waffen darf nur führen, wer zuverlässig im Sinne des Waffenrechts ist. Eine Verurteilung von 60 Tagessätzen (oder zweimal eine niedrigere Strafe!) reicht aus, um die Zuverlässigkeit zu verneinen.

Es gibt Waffen, die auch als Schusswaffen bezeichnet werden, für die aber keine Waffenbesitzkarte erforderlich ist. Sie können also im befriedeten Besitztum aufbewahrt werden. Hierbei handelt es sich beispielsweise um Schreckschusspistolen, bei denen Gas nach vorne austritt, oder Luftgewehre. Softairwaffen dürfen als sogenannte Anscheinswaffen auch nicht außerhalb des befriedeten Besitztums geführt werden. Dies stellt allerdings nur eine Ordnungswidrigkeit dar.

Für das Führen von Schreckschusswaffen ist mittlerweile der so genannte kleine Waffenschein erforderlich. Das heißt auch Schreckschusspistolen dürfen zwar von Personen unter 18 Jahren besessen und erworben werden. Es ist aber nicht erlaubt, sie auf der Straße oder außerhalb des befriedeten Besitztums zu führen.

Auch scharfe Schwerter dürfen in der Wohnung aufbewahrt werden, vom Gesetz verboten aber sind kurioser Weise etliche ähnliche Gegenstände: Zu diesen zählen das Butterflymesser, Springmesser, Stahlruten und Totschläger, Molotow-Cocktails, Wurfsterne, Nunchakus, Schießkugelschreiber, Springmesser, deren Klinge nach vorne springt, und eingeschliffene Messer, die zur Seite springen, mit einer Klingenlänge von mehr als 8,5 cm.


Die verbotenen Gegenstände, von denen oben die wichtigsten aufgeführt sind, sind nicht legal, und ihr Besitz ist strafbar. Sie können auch eine legale Waffensammlung in Gefahr bringen.


Insgesamt sind die Bestimmungen sehr streng. Es lässt sich auch nach wie vor eine Tendenz zu immer strengeren Bestimmungen erkennen.


Immer größerer Beliebtheit erfreut sich das Bogenschießen. Der Pfeilbogen fällt nicht unter das Waffengesetz, und damit unter keine Beschränkungen. Dieses verwundert, da er sogar als Jagdwaffe gegen Wildschweine in vielen Ländern zum Einsatz kommt.


Im Verwaltungsverfahren wird immer mehr versucht, im Rahmen der Zuverlässigkeit kleinste Verstöße schwer zu ahnden, und damit die Unzuverlässigkeit zu begründen. Sie sollten hier nicht selber Stellung beziehen.
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Waffenrecht ist eine spezielle Materie, die gesetzlich kompliziert geregelt ist.

Man unterscheidet das Führen der Waffe (man trägt die Waffe bei sich) und das Besitzen der Waffe (die Waffe befindet sich im Besitz in einem befriedeten Besitztum). Grundsätzlich dürfen Berufswaffenträger Schusswaffen führen sowie Jäger (aber nur zu Jagdzwecken).

Nach den Verschärfungen des Waffenrechts gelten strenge Regeln für die sichere Aufbewahrung und die Erlaubnis. Es gibt Kontrollen. Die Kontrolleure dürfen die Wohnung ohne Zustimmung zwar nicht betreten. Wenn es ihnen aber verwehrt wird, können sie daraus ihre Schlüsse ziehen. Waffen darf nur führen, wer zuverlässig im Sinne des Waffenrechts ist. Eine Verurteilung von 60 Tagessätzen (oder zweimal eine niedrigere Strafe!) reicht aus, um die Zuverlässigkeit zu verneinen.

Es gibt Waffen, die auch als Schusswaffen bezeichnet werden, für die aber keine Waffenbesitzkarte erforderlich ist. Sie können also im befriedeten Besitztum aufbewahrt werden. Hierbei handelt es sich beispielsweise um Schreckschusspistolen, bei denen Gas nach vorne austritt, oder Luftgewehre. Softairwaffen dürfen als sogenannte Anscheinswaffen auch nicht außerhalb des befriedeten Besitztums geführt werden. Dies stellt allerdings nur eine Ordnungswidrigkeit dar.

Für das Führen von Schreckschusswaffen ist mittlerweile der so genannte kleine Waffenschein erforderlich. Das heißt auch Schreckschusspistolen dürfen zwar von Personen unter 18 Jahren besessen und erworben werden. Es ist aber nicht erlaubt, sie auf der Straße oder außerhalb des befriedeten Besitztums zu führen.

Auch scharfe Schwerter dürfen in der Wohnung aufbewahrt werden, vom Gesetz verboten aber sind kurioser Weise etliche ähnliche Gegenstände: Zu diesen zählen das Butterflymesser, Springmesser, Stahlruten und Totschläger, Molotow-Cocktails, Wurfsterne, Nunchakus, Schießkugelschreiber, Springmesser, deren Klinge nach vorne springt, und eingeschliffene Messer, die zur Seite springen, mit einer Klingenlänge von mehr als 8,5 cm.


Die verbotenen Gegenstände, von denen oben die wichtigsten aufgeführt sind, sind nicht legal, und ihr Besitz ist strafbar. Sie können auch eine legale Waffensammlung in Gefahr bringen.


Insgesamt sind die Bestimmungen sehr streng. Es lässt sich auch nach wie vor eine Tendenz zu immer strengeren Bestimmungen erkennen.


Immer größerer Beliebtheit erfreut sich das Bogenschießen. Der Pfeilbogen fällt nicht unter das Waffengesetz, und damit unter keine Beschränkungen. Dieses verwundert, da er sogar als Jagdwaffe gegen Wildschweine in vielen Ländern zum Einsatz kommt.


Im Verwaltungsverfahren wird immer mehr versucht, im Rahmen der Zuverlässigkeit kleinste Verstöße schwer zu ahnden, und damit die Unzuverlässigkeit zu begründen. Sie sollten hier nicht selber Stellung beziehen.
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Man unterscheidet das Führen der Waffe (man trägt die Waffe bei sich) und das Besitzen der Waffe (die Waffe befindet sich im Besitz in einem befriedeten Besitztum). Grundsätzlich dürfen Berufswaffenträger Schusswaffen führen sowie Jäger (aber nur zu Jagdzwecken).

Nach den Verschärfungen des Waffenrechts gelten strenge Regeln für die sichere Aufbewahrung und die Erlaubnis. Es gibt Kontrollen. Die Kontrolleure dürfen die Wohnung ohne Zustimmung zwar nicht betreten. Wenn es ihnen aber verwehrt wird, können sie daraus ihre Schlüsse ziehen. Waffen darf nur führen, wer zuverlässig im Sinne des Waffenrechts ist. Eine Verurteilung von 60 Tagessätzen (oder zweimal eine niedrigere Strafe!) reicht aus, um die Zuverlässigkeit zu verneinen.

Es gibt Waffen, die auch als Schusswaffen bezeichnet werden, für die aber keine Waffenbesitzkarte erforderlich ist. Sie können also im befriedeten Besitztum aufbewahrt werden. Hierbei handelt es sich beispielsweise um Schreckschusspistolen, bei denen Gas nach vorne austritt, oder Luftgewehre. Softairwaffen dürfen als sogenannte Anscheinswaffen auch nicht außerhalb des befriedeten Besitztums geführt werden. Dies stellt allerdings nur eine Ordnungswidrigkeit dar.

Für das Führen von Schreckschusswaffen ist mittlerweile der so genannte kleine Waffenschein erforderlich. Das heißt auch Schreckschusspistolen dürfen zwar von Personen unter 18 Jahren besessen und erworben werden. Es ist aber nicht erlaubt, sie auf der Straße oder außerhalb des befriedeten Besitztums zu führen.

Auch scharfe Schwerter dürfen in der Wohnung aufbewahrt werden, vom Gesetz verboten aber sind kurioser Weise etliche ähnliche Gegenstände: Zu diesen zählen das Butterflymesser, Springmesser, Stahlruten und Totschläger, Molotow-Cocktails, Wurfsterne, Nunchakus, Schießkugelschreiber, Springmesser, deren Klinge nach vorne springt, und eingeschliffene Messer, die zur Seite springen, mit einer Klingenlänge von mehr als 8,5 cm.


Die verbotenen Gegenstände, von denen oben die wichtigsten aufgeführt sind, sind nicht legal, und ihr Besitz ist strafbar. Sie können auch eine legale Waffensammlung in Gefahr bringen.


Insgesamt sind die Bestimmungen sehr streng. Es lässt sich auch nach wie vor eine Tendenz zu immer strengeren Bestimmungen erkennen.


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